Was blüht Diesel-Fahrern in Berlin?

Diesel Fahrverbot

Fast 15 Millionen Deutsche entschieden sich für den Kauf eines Dieselfahrzeugs, da sie ein sparsames und umweltfreundliches Auto haben wollten. Nun stellen sie erschreckend fest, dass ihr Fahrzeug nicht nur krank macht, sondern auch von einem hohen Wertverlust betroffen ist. Vielleicht droht sogar in einigen Städten ein zukünftiges Fahrverbot. Immer wieder stellt sich nun die Frage, ob Sie Ihr Auto verkaufen sollten oder nicht. Gibt es am Ende nur noch den Weg zur Autoverwertung Berlin? Wir klären Sie auf.

Bewahren Sie einen kühlen Kopf

Es ist besonders wichtig, wo Sie Ihr Fahrzeug nutzen und ob die Städte in der Lage sind die angesprochenen Grenzwerte auch ohne Fahrverbote eventuell einzuhalten. Zum Werterhalt könnte oft die SCR-Nachrüstung beitragen. Im Idealfall könnte hierdurch der Ausstoß von Stickoxiden um 70 Prozent und mehr gesenkt werden. Selbst in den ungünstigsten Fällen beträgt die Senkung noch 50 Prozent. Somit könnte auch die Euro-6-Norm von Euro-5-Norm Fahrzeugen erfüllt werden. Ein Fahrverbot könnte damit aus der Welt geschafft werden. Allerdings ist die Nachrüstung nicht billig. Je nach Fahrzeug kann diese zwischen 1.500 bis 3.500 Euro betragen.

Kann ein Software-Update Abhilfe schaffen?

Die Rahmenbedingungen wurden von der Bundesregierung bisher noch nicht geschaffen, damit die Autofahrer entlastet werden. Dass die entsprechenden Maßnahmen mit dafür verantwortlich sind, dass die Luftreinhaltepläne der Städte auch wirklich greifen können ist unstrittig. Allerdings wehren sich die Hersteller immer noch dagegen. Würden diese die Verantwortung übernehmen, könnten Fahrverbote vermieden werden. Zusätzlich würden sie den Entscheidungsträgern wesentlich entgegenkommen.

 

Leider ist aber auch immer noch offen, welche Fahrzeuge letztendlich betroffen sind. Euro-6-Fahrzeuge werden von einem Fahrverbot sicherlich noch nicht betroffen sein. Im Fokus stehen hier also die Fahrzeuge der Euro-5-Norm.

Sollten Sie Ihr Auto jetzt verkaufen?

Sicherlich ist derzeit eine Zurückhaltung für den Kauf älterer Dieselfahrzeuge zu verzeichnen. Die Verunsicherung ist einfach zu groß. Wie sich das Preisniveau auf lange Sicht entwickeln wird ist bisher noch nicht abzusehen. Wer auch in Zukunft in deutschen Großstädten fahren möchte, der entscheidet sich in der Regel für ein Euro-6-Fahrzeug oder eine Alternative. Aus diesem Grund wird von Panikverkäufen derzeit auch abgeraten. Auch der Verkauf in das Ausland sollte wohl überlegt sein.

 

Auch als Fahrer eines Leasingfahrzeugs bleiben Sie hiervon nicht verschont, da Sie aufgrund bevorstehender Fahrverbote Ihren Leasingvertrag nicht einfach kündigen können. Künftig dürfen weiterhin nur noch Diesel 6 Fahrzeuge angeboten werden, die hiervon in absehbarer Zeit nicht betroffen sind. Dem eventuellen Wertverlust können Sie mit einem Leasingfahrzeug allerdings entgegenwirken. Vielleicht eine echte Alternative.

 

Festzustellen ist allerdings, dass sich der Wertverlust im Jahr 2017 deutlich beschleunigt hat. Dieser beträgt rund vier Prozent. Der Wertverlust eines Benziners verlangsamt sich hingegen. Dabei sind weitere Prognosen recht schwierig, da es noch zu viele Eventualitäten gibt. Niemand kann derzeit voraussagen, wie diese Entwicklung weitergeht. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Preise für einen gebrauchten Diesel weiter sinken werden. Dies liegt zum einen an dem vorhandenen Überangebot und zum anderen an der Verunsicherung der potentiellen Käufer. Trotzdem sollten Sie noch gelassen bleiben bis hier Klarheit geschaffen wurde.

Hier drohen Fahrverbote

An mehr als 500 Stationen wird die Schadstoffbelastung vom Umweltbundesamt gemessen. Überschritten wird der Wert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter derzeit von den Städten München, Stuttgart, Köln, Reutlingen, Hamburg, Düsseldorf, Kiel, Heilbronn, Darmstadt, Ludwigsburg, Dortmund, Wiesbaden, Berlin, Freiburg, Oberhausen, Oldenburg, Wuppertal, Hagen, Mainz, Tübingen und vielen weiteren Großstädten in Deutschland. Allerdings fehlen noch einige Daten für das Jahr 2018, da nicht alle Stationen vollautomatisch messen. Aus diesem Grund gibt es für weitere Großstädte die Vermutung, dass auch hier die Grenzwerte überschritten werden.